Manuela Inusa – Der zauberhafte Trödelladen

„Der zauberhafte Trödelladen“ von Manuela Inusa ist 2018 bei Blanvalet  erschienen.

Klappentext

Ruby ist eigentlich glücklich: In ihrem kleinen Antiquitätenladen verkauft sie Trödel aus aller Welt, den sie mit liebevoller Sorgfalt restauriert, und verliert sich oft in der Vergangenheit dieser Stücke. Auch wenn sie insgeheim von einem Buchladen träumt, liebt sie die Arbeit in Ruby’s Antiques, das sie von ihrer Mutter übernommen hat, und das Leben in der Valerie Lane mit ihrem Freundinnen.  Und trotzdem scheint etwas in ihrem Leben zu fehlen. Das wird ihr in letzter Zeit vor allem bei den Mittwochstreffen mit den vier anderen Frauen in Laurie’s Tea Corner immer stärker bewusst. Dass Ruby gerade sehr nachdenklich ist, bleibt auch bei ihren Freundinnen nicht unbemerkt, die in diesem Frühling daher umso stärker für sie da sind. Denn nicht nur beruflich steht Ruby vor einer großen Entscheidung, auch das mit der Liebe gestaltet sich schwieriger als gedacht. Doch die Valerie Lane wäre nicht die romantischste Straße der Welt, wenn nicht auch auf Ruby die eine oder andere Überraschung warten würde, oder? Und so stehen Ruby große Veränderungen bevor …

Einstieg ins Buch

An einem sonnigen Tag im Mai spazierte eine junge Frau eine kleine Straße entlang, die nach einer legendären Person benannt war, die hier vor über hundert Jahren ein Gemischtwarengeschäft geführt hatte. …

Meine Meinung

Ruby liebt ihren kleinen Laden über alles – vor allem weil der Laden damals ihrer bereits verstorbenen Mutter gehörte. Und es sind die originalen Räumlichkeiten der berühmten Valerie – die herzensgute Frau, nach der die Straße schließlich benannt wurde. Doch der Laden läuft einfach nicht so gut und sie muss sich etwas einfallen lassen. Als sie sich dafür entschließt ihr Sortiment von Grund auf zu ändern, kommt es ihr fast wie Verrat an ihrer Mutter vor. Doch mit jeder Altlast, die sie loswird, wird Ruby auch ein bisschen leichter ums Herz und sie wird von Tag zu Tag glücklicher. Wenn jetzt noch jemand da wäre, mit dem sie ihr ganzes Glück teilen könnte! Natürlich hat sie ihre Freundinnen auf der Valerie Lane, doch wenn sie abends nach Hause geht, wartet dort nur ihr sonderbarer alter Vater auf sie. Und das möchte sie unbedingt ändern!

Manuela Inusa hat mich auch mit diesem Buch sehr schnell in die besondere Atmosphäre der berühmten Valerie Lane gezogen. Dieses Mal aus der Sicht von Ruby und ihrem Antiquitätenladen. Ich finde es sehr interessant, die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt zu bekommen. So fühlt sich der Leser mit jedem weiteren Buch immer präsenter in der Valerie Lane. Und dabei ist es nicht so, dass ein und dieselbe Geschichte von verschiedenen Personen erzählt wird – im Gegenteil: Das Leben auf der Valerie Lane geht immer weiter und der Leser bekommt auch die Entwicklung der bereits bekannten Charaktere mit. Das finde ich wirklich sehr schön, denn die Figuren gewinnen so immer mehr an Tiefe. Im ersten Buch „Der kleine Teeladen zum Glück“ lernt der Leser einen niedlichen Teeladen und seine Besitzerin kennen. In „Die Chocolaterie der Träume“ nehmen wir am Arbeitsleben in einer Chocolaterie teil. Ich bin auf die nächsten Bücher gespannt, denn 2 Freundinnen mit ihren Geschäften fehlen ja noch 😉

Der Plot an sich ist sehr unterhaltsam und wirkt durchaus realistisch. Die Aktionen und Reaktionen sind nie übertrieben oder nicht nachzuvollziehen, eher leidet der Leser mit der armen Ruby mit, die versucht den Spagat zwischen der Liebe zu ihrem Vater und ihrem eigenen Leben hinzubekommen. Ihr Vater ist nach dem Tod seiner Frau nicht mehr der alte. Er ist etwas seltsam, hat skurile Gewohnheiten und manchmal fühlt sich Ruby, als würde sie mit einem kleinen Kind zusammenwohnen. Nur selten bricht ihr Vater aus seiner kleinen Welt aus und spielt beispielsweise eine Runde Schach mit Gary. Nach und nach nähert sie sich dem Obdachlosen Gary an. Sie mochte ihn schon immer und irgendwas scheint Ruby zu Gary hinzuziehen. Doch Gary ist ein sehr scheuer Mensch und seine Vergangenheit nicht einfach. Er vergönnt sich jedes persönliche Glück und hat Angst Ruby mit ins Unglück zu stürzen.

Emotional gibt es in diesem Band einige Höhepunkte, aber dennoch hat mir irgendwas gefehlt, um mich richtig zu packen. Trotzdem ein absolut lesenswerter Roman!

Das Cover finde ich wieder zauberhaft gestaltet. Da bekomme ich direkt Lust in Rubys kleinen Laden hineinzugehen und zu stöbern.

Vielen Dank liebes Team von blanvalet und an das bloggerportal für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Zitat

Wie wundervoll es sein muss, die Vergangenheit als etwas Gegebenes, als einen Teil von sich selbst betrachten zu können, ihr nicht nachzutrauern, nicht an ihr zu verzweifeln, sie annehmen und nur die guten Momente im Herzen verwahren zu können, dachte Ruby. (Seite 276)

Fazit

Auch mit diesem Buch schafft Manuela Inusa eine ganz besondere Atmosphäre, die den Leser sofort in die liebenswerte, frühlingshafte und wunderschöne Valerie Lane versetzt  – von mir eine klare Leseempfehlung.

Bewertung

4/5

Der Autor

Manuela Inusa wusste schon als Kind, dass sie einmal Autorin werden wollte. Die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin arbeitete sich durch verschiedene Jobs, wollte aber eigentlich immer nur eins: Schreiben. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag sagte sie sich: Jetzt oder nie! Inzwischen hat sie im Selfpublishing mehr als dreißig Romane veröffentlicht, die viele Leserinnen erreichten. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in ihrer Heimatstadt Hamburg. In ihrer Freizeit liest und reist sie gern, außerdem leibt sie Musik, Serien, Tee und Schokolade.
(Quelle: Blanvalet)

Titel der Originalausgabe: Der zauberhafte Trödelladen (2018)

Seitenanzahl: 301
ISBN: 978-3-7341-0625-5
Verlag: blanvalet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.